Igor

Eine Jungfrau wird geopfert, um den Gott des Frühlings zu besänftigen.  “Das Theater schien von einem Erdbeben heimgesucht zu werden. Es schien zu erzittern. Leute schrien Beleidigungen, buhten und pfiffen, übertönten die Musik. Es setzte Schläge und sogar Boxhiebe”, schrieb eine Journalistin nach der Uraufführung von “Le Sacre du Printemps“, die genau heute vor 100 Jahren, am 29. Mai 1913  im Théâtre des Champs-Élysées in Paris stattfand. Was für ein Tumult, es kam zu einigen Schlägereien, am Ende werden 27 Verletzte gezählt. Der Komponist Igor Strawinsky selbst flüchtet erst vom Zuschauerraum in den Orchestergraben und später durch ein Fenster hinter der Bühne. Giacomo Puccini schreibt: “Gewiss ist in dem Stück einige Originalität und ein beträchtlicher Anteil an Talent. Aber zusammengenommen erinnert es an das Werk eines Wahnsinnigen.”  Claude Debussy prägte die Formulierung vom “Massacre du Printemps”. 1913 brach “Sacre Du Printemps” mit seiner Uraufführung mit fast gewalttätiger Sprengkraft völlig unerwartet

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Die Musiker der schwedischen Band Junip, bestehend aus dem Singer-Songwriter José González, Drummer Elias Araya und Keyboarder Tobias Winterkornhatten sich eigentlich schon 1998 in Göteburg zusammengeschlossen, doch bis zum ersten Album sollte es zwölf Jahre andauern, denn González’ Solokarriere funkte dazwischen. Die Skandinavier setzen auf Folkpop und elektronische Elemente und veröffentlichten unlängst ihr zweites Album “Junip”. Es ist nicht einfach, eine Genreschublade für Junip aufzuziehen. Die Musiker nutzen die Möglichkeiten der Elektronik, aber sie sind auch große Fans einer Soulsängerin wie Nina Simone. Sie integrieren Disco-Beats in ihre Sounds und nennen die britische New-Wave-Band New Order als wichtigen Einfluss. Psychedelia und Krautrock gehören ebenfalls zu den Ingredienzen. Und das musikalische Gesamtpaket: es ist verzaubernd und hat mich seit ein paar Wochen in seinen Bann gezogen. “Junip” ist mein Album des Frühjahrs, des Sommers, ach was, des Jahres.

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Bei Kosmetik und Musik ist es doch das gleiche, kommen Empfehlungen von Freunden, kann man ihnen meist blind vertrauen und weiß, dass sie gut sind. So auch bei diesem Musiktipp, den ich von der großartigen Nina Windisch bekam – Owlle mit “Ticky Ticky”. Blaue Augen, feuerrotes Haar, sinnliche Stimme. Die französische Musikerin Owlle bezaubert Augen und Ohren gleichermaßen. Ihr vom 90er Jahre Trip-Hop inspirierter Sound ist eine Mischung aus Elekrtro-Pop mit minimalistischen Beats und eingängigen Rhythmen. Erst kürzlich präsentierte die junge Sängerin ihre erste EP mit dem Leadtrack „Ticky Ticky“, der neugierig auf mehr macht. Ihr kennt sie unter Umständen schon, denn während der Paris Fashion Week  begeisterte Owlle die Modewelt mit ihrem Auftritt bei der H&M Show. Besonders für Liebhaber von Lykke Li, Glasser und Bat for Lashes ist Owlle eine echte Entdeckung. Am 12. April erscheint die neue Remix EP zu ihrem Song „Ticky Ticky“. Wir dürfen gespannt

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Egal ob Montagsmusik oder Musikmittwoch, die Mittwochsmusik gibt es nur echt und hier auf Modephonie, und das schon seit 2008. Da mir dies  auf dem Herzen lag, musste ich es einfach loswerden. Kommen wir doch direkt zu einer neuen Episode meiner Lieblingsrubrik. So ganz hat sich dieser Geheimnisschleier um die Band Chvrches noch nicht gelegt. Ok, wir wissen wer die Bandmitglieder sind und dass sie aus Glasgow kommen. Seit der ersten Single “The Mother We Share” wissen wir, dass sich schöner sphärischer Synthie-Pop hinter dem Trio versteckt. Und dann? Viel mehr kam leider bisher nicht ans Tageslicht. Die zweite Single “Recover” soll die Gemüter der Fans beruhigen, die ganz klar auf Facebook fordern: “We Need An Album”. Eine EP soll es jetzt werden, “Recover EP” wird sie heißen, das in den nächsten Tagen erscheint. Auf ein Album hingegen müssen wir erstmal noch warten. Wer die Band einmal live sehen möchte,

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Das erste Klicken im DEF Shop fühlte sich zunächst wie eine kleine Zeitreise an, zurück in die späten 1990er, als nichts für mich über Fettes Brot, die Absoluten Beginner, Afrob, Dr. Dre oder den Wu-Tang Clan (und so viele mehr) ging und es selbst bei diversen Geigenvorspielen, ganz zum Trotz meiner Mutter, die Betty-Pants von Dickies und die eigentlich viel zu klobigen és an den Füßen sein mussten. Hätte es damals schon den in Berlin ansässigen Onlineshop DEF Shop gegeben, wäre mir, meinen Freunden, und ganz besonders unseren Eltern, die Reise in die nächstgelegenen Skateshops nach Münster oder Köln erspart geblieben. Zeiten und Geschmack ändern sich, aber meine Vorliebe für lässige und sportliche Accessoires ist geblieben und so war es auch absolut nicht schwer meine Favoriten im DEF Shop herauszupicken. Dass Yankees-Caps seit einigen Saisons wieder ziemlich en vogue sind, ist auf Streetstyle-Blogs schon lange kein Geheimnis mehr // Diesen

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“Can I Make The Music Fly?”  – “Mai oui, oui, oui” würde ich antworten, welch Frage! Seine ganz persönliche Antwort zeigt nun Bruce Weber mit dem gleichnamigen Film, der erstmals bei der Neueröffnung des Dior Homme-Stores in Miami gezeigt wurde und als Installation auch in der nächsten Zeit in den Flagship-Store integriert ist.  Gewidmet ist das Werk Glenn Gould, einem der genialst größten Musiker des vergangenen Jahrhunderts, mit dieser Meinung bin ich ganz bei Bruce Weber. «Es ist einer der großen Nebenverdienste meines Jobs, die Möglichkeit zu haben, mit kreativen Talenten zusammenzuarbeiten, die ich bewundere», so Kris Van Assche, Kreativdirektor von Dior Homme. «Der neue Film ist insbesondere deshalb faszinierend, weil er eine sehr persönliche Ästhetik zeigt. Außerdem haben wir eine große Bandbreite an jungen männlichen Akteuren dafür ausgewählt.» Portraitiert werden im Film der britische Geiger Charlie Siem, der ukrainischen Balletttänzer Sergei Polunin, sowie der erst zehn jährige Claudius Agrippa,

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Was ich jeden Tag bei uns im Opernhaus erleben darf, ist die Arbeit hinter den Kulissen, die, die meist im verborgenen bleibt, aber ohne die sich der Vorhang am Abend nicht öffnen könnte. So zum Beispiel auch die der Kostümabteilung: wieviele Arbeitsstunden tatsächlich in jedem einzelnen Kostüm stecken – egal ob Chorkostüm, Tutu oder in den Gewänder einer Primadonna – ist für einen Unbeteiligten wahrscheinlich sehr schwer abzuschätzen. Die Kostümabteilung des New York City Ballet ist ein besonders geschäftiger Ort, wenn man bedenkt, dass die Company aus mehr als einhundert Tänzern besteht, die bis zu sechs verschiedene Ballettabende in der Woche tanzen. In dem kurzen Dokumentarfilm Recreating a Tutu’s Splendor beschreibt Marc Happel, Kostümdirektor des NYCB, wieviele und welche Arbeitsschritte es braucht ein Tutu aus einer Balanchine Choregraphie aus den 1970er Jahren wieder so aufzuarbeiten, damit die Primaballerina am Abend auf der Bühne darin glänzen kann. Hach ja, wenn ich

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Robert Schumann gilt als einer „der“ deutschen Romantiker. Gleichzeitig wird er mit seiner künstlerischen Vielschichtigkeit, seinem fortschrittlichen Geist, seiner tiefen Empfindsamkeit und seinen sehr wechselhaften Gemütszustäden erst heute wirklich verstanden. Schumann ist in Wirklichkeit ein Moderner: Seine Musik führt weit weg und über alle Dinge hinaus, er selbst stand oftmals quer zur Welt und sich selbst im Weg. Düsseldorf gilt als „die“ Schumannstadt. Hier lebte Schumann drei- einhalb Jahre an fünf verschiedenen Orten in der Stadt: u.a. in der Altstadt und der Kastanienallee (seit 1854 Königsallee) und war Chefdirigent der Düsseldorfer Symphoniker. Düsseldorf feiert seinen Schumann mit dem alljährlichen Schumannfest Düsseldorf – in diesem Jahr vom 24. Mai bis zum 4. Juni 2012. Seit vielen Jahren bin ich dort gerne immer wieder zu Gast, egal ob als Musikerin (das ist schon eine gefühlte Ewigkeit her), Praktikantin oder “nur” als Zuhörerin. Große Namen der Musik-Szene prägen das Festival: Emerson String Quartet,

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