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SportsLove: der neue Adidas Ultra Boost

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Ein Ritterschlag für jeden (Hobby-)Läufer für mich war es vor einiger Zeit im Headquarter von Adidas in Herzogenaurach den bisher noch nicht öffentlich gelaunchten Adidas Ultra Boost Running Shoe zu testen. “Ultra” beschreibt hier die Eigenschaften des Schuhs auch am besten, denn er ist ultrabequem, ultragedämpft, ohne dabei übertrieben hart zu wirken, ultragut für das Laufen auf Asphalt, also quasi wie gemacht für meinen Halbmarathon Ende März in Berlin. Dazu kommt, dass der Schuh ultragut aussieht und jedes Läuferbein ein wenig mehr adelt.

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Für das neue Modell Ultra Boost, das kürz in New York vorgestellt wurde, nutzten die Entwickler das Aramis-Testing-Verfahren: Dabei wird zunächst der nackte Fuß des Läufers mit Sensoren bestückt und während der Laufbewegung vermessen. Die Bewegung der markierten Punkte wird mittels 3-D-Analyse erfasst und graphisch aufgezeichnet. Der gleiche Vorgang wird dann mit Schuh wiederholt – um im Entwicklungsprozess das Obermaterial optimal auf die Fußbewegung anzupassen.

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Entscheidend für die flexible Passform des neuen Boost ist vor allem die Monosock-Konstruktion: Das Obermaterial des Ultra Boost besteht aus dem neuen und extrem flexiblen Primeknit. Vereinfacht gesagt wird das Obermaterial in einem Arbeitsvorgang gestrickt, wodurch Nähte vermieden werden. Der Schuh soll sich an den Fuß anschmiegen wie eine Socke.

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Beim Ultra Boost besteht erstmalig die komplette Mittelsohle aus Boost-Material. Das von BASF in Kooperation mit Adidas entwickelte eTPU-Material hat mehrere Vorteile: Es hat ein sehr hohes Rückstellvermögen, nimmt viel Energie auf und ist über einen weiten Temperaturbereich einsetzbar. Die Dämpfungsqualitäten sind quasi in der Wüste ähnlich wie am Nordpol.

In Herzogenaurach wurde ich neben anderen Bloggern wie Carina oder Jenny während eines Fotoshootings, bei dem wir unsere volle sportliche Kreativität ausleben durften fotografiert, herausgekommen dabei, sind diese Bilder.

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Fotos: Adidas PR

 

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Hinter den Kulissen von Adidas: zu Besuch im Headquarter

Das Adidas Headquarter in fränkischen Herzogenaurach, das ich bisher nur vom Vorbeifahren von außen betrachtet kannte, gehörte für mich zu den Firmenzentralen, bei denen ich mir schon lange Zeit wünsche sie kennenzulernen. Mittlerweile darf ich sagen – das Headquarter von Adidas ist genau so faszinierend, wie ich es mir vorgestellt habe. Denn zusammen mit weiteren Sport- und Lifestylebloggern durfte ich die “heiligen Hallen” besuchen, wurde exklusiv durch das private Adidas Archiv geführt und durfte einen noch streng geheimen neuen Laufschuh testen. Es hört sich nicht nur so an, als sei mein Runner- und Turnschuhmädchenherz höher bei Erhalt der Einladung geprungen, es war auch so!

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Zwischen Erlangen und Nürnberg gelegen, inmitten des wunderschönen Frankenlandes, begann der Tag in Herzogenaurach im frimeneigenen Gym mit einem EXOS Workout unter der Anleitung eines Personal Trainers.
EXOS und Adidas arbeiten zusammen, um Trainingsmethodik und Trainingsinhalte für das gesamte miCoach System zur Verfügung zu stellen. Zusammen helfen Adidas und EXOS seit über zehn Jahren Sportlern jeden Niveaus, ihr Spiel zu verbessern und arbeiteten mit vielen Athleten und Mannschaften rund um den Globus zusammen.

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Nach dem Training ging es in das Headquarter, um nicht nur das private Adidas Archiv geführt zu werden, sondern auch eine kurze Einführung in die Firmenhistorie zu bekommen.
Anfang der 20er Jahre begannen Adolf “Adi” Dassler und sein Bruder Rudolf in der elterlichen Waschküche mit der Herstellung von Sportschuhen. Ihr Erfolg begründete sich vor allem auf Adis unermüdlichem Streben danach, den perfekten Sportschuh für die jeweiligen Anforderungen zu entwickeln. Dabei brachte er sich den Großteil seines Wissens und Könnens selbst bei und scheute sich auch nicht vor eventuellen Rückschlägen. Schon 1925 sorgten die Brüder für Wirbel, als die ersten Fußballschuhen mit auswechselbaren Stollen und Rennschuhe mit austauschbaren Spikes erschienen und somit perfekt auf die gegebenen Umstände abgestimmt werden konnten. Als Adi Dassler 1949 die heutige adidas AG gründete, ließ er die berühmten drei Streifen als Markenzeichen für seine Schuhe eintragen und legte somit den Grundstein für eine Legende. Spätestens bei der Fußball Weltmeisterschaft 1954 erlangte die Marke des ehemaligen Bäckers aus Herzogenaurach weltweite Anerkennung, als die deutsche Nationalmannschaft zum allerersten Mal den Titel holte.

Doch nicht nur die Anfangsjahre von adidas sind voller Legenden, bis in die Gegenwart gibt es jede Menge aufregender Geschichten um die Sportschuhe mit den drei Streifen erzählen. Selbst die des adidas Archivs gehört dazu. Denn in den wirtschaftlich schwierigen 80er Jahren wurde die sorgsam gesammelte Firmenhistorie aus dem adidas Museum in Herzogenaurach in Kisten gepackt und in einem Keller eingelagert. Schuhe und Bekleidung von Weltmeistern und Superstars der Sportwelt verstaubten in Pappkartons, von den meisten vergessen und ignoriert nahm ein Stück Sportgeschichte geduldig die Belastung von Mäusen, Wasserschäden, Spinnenweben und Schmutz hin. Bis sich sich Karl Heinz Lang – der schon mit Adi Dassler zusammengearbeitet hatte – diese Kisten 1992 aus dem Keller holte. Ihm ist die Existenz der heutigen Sammlung zu verdanken, durch die wir exklusiv eine Führung erhielten.

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Jetzt kann ich sagen nicht nur den Weltmeisterschuh von Thomas Müller in der Hand gehabt zu haben, sondern auch das erste Stan Smith Modell und den Schuh, mit dem Dennis Kimetto in 02:02:57 den Weltrekord beim vergangenen Berlin Marathon lief.

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Vielen Dank Adidas für diesen besonderen, spannenden und tollen Tag!

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Interior: die Frühjahr / Sommer 2015 Kollektion von ferm LIVING

Wenn das nicht ein echter Interior-Knaller ist: ferm LIVING mal wieder etwas feines für uns ausgedacht! Für Frühjahr/Sommer 2015 gibt es zahlreiche neue, wunderhübsche Produkte des dänischen Labels, die uns alle ziemlich glücklich machen dürften – Töpfe und Vasen in ganz rauen oder ganz glatten Materialien, manches wirkt so, als wäre es gerade selbst gemacht worden. Grafische Prints für Küchentücher, Kissen oder Teppiche, manches davon bunt, anderes in schwarz-weiß oder mit einem Tupfer Metallic. Und für die Kleinen eine süße Kinderkollektion mit Prints, die wie Kartoffeldrucke aussehen. Hübsch, oder?

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Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung via ferm LIVING

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Interior: Trends und Impressionen der imm cologne 2015

Wie wohnen wir im Jahr 2015, was sind die Trends, worauf sollten wir möbeltechnisch in unseren vier Wänden achten? Antworten und Impressionen hierzu gibt die internationale Möbelmesse  imm cologne 2015, die sich in Köln vom 19. bis 25. Januar dem Publikum präsentiert.
Coziness ist das zentrale Schlagwort, wenn man schon von einem Trend sprechen möchte. Das Idealbild sei für viele ein englisches Cottage mit viel Grün drumherum, berichtet Markus Majerus, Sprecher des Veranstalters Koelnmesse. Aber das mit dem gemütlichen Wohnen ist nicht ganz neu. Nach dem Coziness-Comeback im vergangenen Jahr, könnte man in diesem schon von Coziness 2.1 sprechen. Aber man kann auch einfach sagen, hierbei handelt es sich nicht um einen Trend, der nach einer Saison wieder weg ist, sondern um einen Megatrend, der sicherlich noch in unseren Wohnungen verweilen wird.
Das eine gewissen Gemütlichkeit nicht mit grellen Farben, robusten, festen Materialien einhergeht, versteht sich von selbst, und so finden wir viele pudrige Töne, weiche Materialien und anstelle von Möbeln mit eckigen Kanten sind nun noch mehr runde Formen gefragt. Kuschelige, warme Stoffe wie Strick sind wichtig, genau so wie Holz. Selbst Fliesen sehen so aus wie warme Holzböden. Und das wichtigste überhaupt: auf der schönsten Couch thront immer ein großes Kissen aus Strick!

pudriger, softer Minimalismus bei Menu, Ligne Roset, Schönbuch, Gazzda
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runde, kleine Couchtische und Stühle dürfen an und in keiner Ecke fehlen

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Neonfarbene Akzente wie hier unter anderem von Schönbuch bringen selbst den kleinsten Raum zum Strahlen

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Der urbane Großstadtjungle, meine Inspiration für (m)ein nächstes DIY-Projekt. Wie hier bei Gubi und Ewald Schillig

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Der schönste Esstisch der Messe kommt von Ligne Roset

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Die für mich persönlich schönste Neuentdeckung auf der imm cologne kommt von Woud! Woud ist ganz der nordischen Tradition verschrieben und setzt auf zurückhaltende Perfektion mit innovativen Elementen. Ein weiterer Bericht über das dänische Label wird bald folgen.

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Skandinavisches Design at its best – kommt mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit von String!
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Sowohl Sigurd Larsen, als auch New Tendency sind keine unbeschriebenen Blätter der in Deutschland ansässigen Designszene. In den vergangenen Jahren hat sich der gebürtige Däne Sigurd Larsen mit charakterstarken Designs aus Holz und Beton international Bekanntheit verschafft. In Berlin findet man viele seiner Kreationen im Concept Store Voo.

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Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter

Die blaue Stunde: Lena Hoscheks AW-Kollektion 15/16

Ich bin verliebt: in die Herbst-Winter-Kollektion 15/16 von Lena Hoschek! Kurz und knapp zusammengefasst kann ich nur sagen: wunderschön!

Die österreichische Designerin schickt ihre Models, darunter Franziska Knuppe, bei der Berlin Fashion Week mit Beehive-Frisur und cat-eyes zum Soundtrack von Mel Tormé, Jazz der frühen Aufnahmen von Blue Note Records bis US3 auf den Laufsteg und lädt zu einer Reise in die späten 50er und frühen 60er Jahre. Auch diese Kollektion trägt ihre unverkennbare Handschrift: Ein bisschen Pariser Chic à la Christian Dior, ein bisschen Fifties, ein bisschen Theatralität und ganz viel Eleganz vereinen sich zu einem wunderschönen Look – sophisticated und feminin. Daher überrascht es nicht, dass die Kollektion neben Marlenehosen auf Kleider und Röcke in allen Facetten setzt – sei es aus Wollstoffen, Tüll oder Spitze. Ob Tellerröcke oder Pencil Dresses, die Entwürfe sind ein Traum und setzen die weibliche Sanduhrsilhouette, Hoscheks Markenzeichen, perfekt in Szene.

Backstage bei der Lena Hoschek Show Foto: Nicholas Beutler

Backstage bei der Lena Hoschek Show Foto: Nicholas Beutler

Ein Key Piece der Kollektion ist ein geknöpftes Mantelkleid mit schwingendem Rock, das in verschiedenen Varianten – mal winterlich aus kräftigem Stoff, mal eher als Hemdkleid leicht und fließend – auf dem Runway zu sehen ist. Außerdem bestimmt die Idee des 18h Dress die Kollektion maßgeblich: „Ein Kleid um von morgens bis spät abends perfekt gekleidet zu sein. Ein Kleid, das die Trägerin im Büro wie auch zum After-Work-Cocktail glänzen lässt. “ so Lena Hoschek.

Als ‘persönlicher Fan’ der Schluppe habe ich mich gefreut, sie an Kleid und Bluse wiederzufinden und auch Volants ziehen sich als Element durch die Kollektion. Neben floralen und grafischen Prints stehen diesmal starke Unifarben wie Rot und Grün im Fokus. Es sind jedoch die kraftvollen Blautöne die besonders hervorstechen und so lautet das stimmungsvolle Motto der Kollektion auch L´Heure Bleue – Die Blaue Stunde‘ mit der magischen Lichtstimmung bei Abenddämmerung und Morgengrauen als Inspirationsquelle.

Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16  Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16 Foto: Getty Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16
Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16 Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16  Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16

Die blaue Stunde. Fotos: Peter Michael Dills/Getty Images für Lena Hoschek

Ein bisschen Gold und Glitzer gibt es zum Schluss, wenn Franziska Knuppe in einem bodenlangen Bandeaukleid mit roségoldenen Pailletten über den Laufsteg funkelt. Das Finale feiert Hoschek traditionell mit dem Brautkleid, das dieses Mal ebenfalls bodenlang ausfällt und durch edle Seide, raffinierte Drapierungen und schlichte Schönheit überwältigt.

Für Frauen, die sich, wie ich, gerne feminin kleiden, kann ich mir wohl kaum eine schmeichelhaftere Garderobe vorstellen: Eine Erinnerung an vergangene Dekaden mit einem Hauch old Hollywood Glamour. Lena Hoscheks Designs zelebrieren das ‘Frausein’ in all seiner Schönheit und beherrschen den Grad zwischen Glamour, Romantik, Eleganz und klarer Linie, zwischen Vintage-Look und Modernität perfekt. Weiblichkeit wird hier auf subtile und gleichsam sinnliche Weise gefeiert. Nach dieser Show kann selbst ‘Casual Berlin’ nur jubeln!

Backstage bei der Lena Hoschek Show Foto: Nicholas Beutler

Backstage bei der Lena Hoschek Show Foto: Nicholas Beutler

Weitere Einblicke:

Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16 Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16 Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16

Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16 Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16 Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16

Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16 Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16 Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16

Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16 Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16 Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16

Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16 Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16 Lena Hoschek Show - Mercedes-Benz Fashion Week Berlin Autumn/Winter 2015/16

 

Beitragsbild und Fotos der Kollektion © Mercedes Benz Fashion Week by Peter Michael Dills /Getty Images für Lena Hoschek |Backstage-Fotos © Nicholas Beutler

© THOMAS BILLHARDT, ALEXANDERPLATZ, BERLIN, 1959

Ausstellungs-Tipp: »LOVE« in der Galerie Camera Work

Liebe – ein Phänomen, das uns vor Rätsel stellt: das schönste und zugleich verwirrendste Gefühl der Welt, ein Ideal, Chemie oder doch kulturelles Konstrukt? Spätestens seit der Idee der romantischen Liebe ist sie bis heute zentrales Thema der Künste und auch in der Fotografie zum Leitmotiv geworden.

© DAVID DREBIN, ILOVEYOU WITH GIRL, 2006

© DAVID DREBIN, ILOVEYOU WITH GIRL, 2006

Wie vielfältig der Topos »Liebe« in der Fotokunst interpretiert wird, kann man noch bis zum 7. Februar in der Galerie Camera Work in Berlin sehen, die dem Thema eine Gruppenausstellung unter dem so schlichten wie prägnanten Titel »LOVE« widmet. Über 100 Fotografien von 50 renommierten Fotografinnen und Fotografen, darunter Diane Arbus, Michel Comte, Robert Doisneau, Brian Duffy, Elliott Erwitt, Horst P. Horst, Dorothea Lange, Annie Leibovitz, Peter Lindbergh, Helmut Newton, Man Ray, Bettina Rheims, Herb Ritts, Steve Schapiro und Ellen von Unwerth, werfen dabei einen persönlichen Blick auf die Liebe und reflektieren ihre vielen Facetten: von romantischer Liebe, über sexuelles Begehren, Freundschaft, bis hin zur Liebe zwischen Eltern und Kindern.

© HERB RITTS, MAASAI WOMAN AND CHILD, AFRICA, 1993

© HERB RITTS, MAASAI WOMAN AND CHILD, AFRICA, 1993

Die Ausstellung zeigt Fotos von jungen und alten, berühmten und unbekannten Paaren, Familien, Freunden. Momentaufnahmen der Intimität, des Glücks, der Vertrautheit, der Lust und der Zuneigung spiegeln sich genauso wider wie Sehnsüchte, Trauer, die Suche nach Liebe und das Verliebtsein. Aber auch Landschaftsaufnahmen und atmosphärischen Bilder, die sich dem Thema nicht konkret nähern, sondern eine Emotion, eine Stimmung vermitteln, zeigen die vielen Gesichter der Liebe.

© BRIAN DUFFY, SAMMY DAVIS JR. AND HIS WIFE MAY BRITT

© BRIAN DUFFY, SAMMY DAVIS JR. AND HIS WIFE MAY BRITT

Begleitet wird die Ausstellung von persönlichen Anekdoten und Zitaten der Fotografen. Hierdurch wird die Liebe nicht nur als Motiv thematisiert, sondern auf zweiter Ebene auch die Fotokunst und der kreative Schaffensprozess als Passion. »Es gibt für mich drei Sorten Menschen, die ich gerne fotografiere: die, die ich liebe; die, die ich bewundere und die, die ich hasse.«, so das Zitat von Helmut Newton. Die »Liebe«, die einen Künstler und sein Motiv verbindet, rückt ins Blickfeld des Betrachters.

© ELLEN VON UNWERTH, “THE STORY OF OLGA” WHEN THE CAT IS AWAY ..., 2011

© ELLEN VON UNWERTH, “THE STORY OF OLGA” WHEN THE CAT IS AWAY …, 2011

So komplex das Motiv, so vielfältig ist auch die Bildsprache der Exponate: In poppiger Hochglanzästhetik setzen sich Rankin oder Ellen von Unwerth mit Lust, Erotik und Fetisch auseinander, eine romantische Sicht auf die Liebe liefern Schwarz-Weiß-Fotografien, wie Elliott Erwitts »California« (1955) oder Robert Doisneaus legendär gewordenes Kuss-Foto »Baiser de l’Hôtel de Ville« (1950) – das in der Ausstellung sein Berliner Pendant in »Alexanderplatz« (1959) von Thomas Billhardt findet. Diane Arbus dokumentiert eine Begegnung zwischen einem Freier und einer Prostituierten, Annie Leibovitz portraitiert John und Yoko, Nick Brandt blickt mit »Lioness with Cub in Mouth« ins Tierreich und Albert Watson zeigt eine andere Seite von Alfred Hitchcock: seine Liebe zum Kochen.

© STEVE SCHAPIRO, ROBERT F. KENNEDY AND HIS WIFE ETHEL ON A CAMPAIGN PLANE, 1968

© STEVE SCHAPIRO, ROBERT F. KENNEDY AND HIS WIFE ETHEL ON A CAMPAIGN PLANE, 1968

»Love is all we need!« Das Zitat von Ellen von Unwerth, das direkt am Anfang der Ausstellung zu lesen ist, bringt es auf den Punkt. »LOVE« ist eine Ausstellung mit großartigen Fotografen und Fotografien, die ich euch nur ans Herz legen kann!

© RUSSELL JAMES, LOVE, LOS ANGELES, 2006

© RUSSELL JAMES, LOVE, LOS ANGELES, 2006

Beitragsbild © Thomas Billhardt, Alexanderplatz, Berlin, 1959