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Flo-Jo, die erste Diva der Tartanbahn

Noch vier Tage, dann beginnen in London die Olympischen Spiele. Leichtathletik-Fan bin ich spätestens seit der Olympia 1992 in Barcelona – nicht nur Montserrat Caballé mit “Barcelona” begeisterte mich; ich wollte nur ein bisschen so weit über dem Erdboden fliegen wollen wie Heike Drechsler und Jackie Joyner-Kersee, so hoch springen wie Alina Astafei, oder so schnell laufen können wie Florence Griffith-Joyner.

Florence Griffith-Joyner, die damals schnellste Frau der Welt, (10,49 Sekunden über 100 Meter und 21,34 Sekunden über 200) galt als „erste Diva der Tartanbahn“ und ihre Markenzeichen, wie die 16 Zentimeter langen, buntlackierte Fingernägel, grellen, hautengen Laufanzügen mit Kapuze oder einbeinigen Catsuits sind mir auch heute noch gut in Erinnerung. Auch wenn es heutzutage nicht mehr verpönt ist, sich als Sportlerin bei Wettkämpfen zu schminken, gibt es für mich seit “Flo-Jo” keine solchen großartigen Fashion-Momente mehr auf den Laufbahnen der weltweiten Sportstadien.

Jan Jansen Florence Griffith Joyner, 1994

Jan Jansen Florence Griffith Joyner, 1994

Hätte ich Anfang der 1990’er schon gewusst, dass Jan Jansen ein Turnschuhmodell eigens für Flo-Jo entwarf, ich hätte sie noch um einiges toller gefunden. „Ich gefalle gern und möchte mich von anderen unterscheiden.“, dieses Flo-Jo-Zitat muss der Schuhdesigner bei seiner Arbeit im Kopf gehabt haben, denn
die goldigen Flügel der Schuhkreation passen selbstverständlich perfekt zu ihrem asymmetrischen Laufdress und den exorbianten Nagelkrallen.
Als sie 1998 vermutlich an den Folgen von jahrelangem Dopingmißbrauch im Alter von 38 Jahren starb, sagte Bill Clinton: “Wir waren betört von ihrer Geschwindigkeit, eingenommen von ihrem gesegneten Talent und gefangen von ihrem Stil.

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