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Der Sound der Berlin Fashion Week

Mode und Musik, zwei Großmachtindustrien, beide ständig auf der Suche nach dem aktuellsten Trend. Besonders für die Mode ist Musik schon lange zu einem substantiellen Verkaufsfaktor geworden, denn eine Schau auf den großen Fashion Weeks wäre ohne den passenden Soundtrack undenkbar, denn Kleidung muss klingen.

Für mich ist es immer wieder sehr interessant zu beobachten, wie Mode und Musik zueinander oder miteinander verbunden werden. Wir alle denken da vielleicht an Vivienne Westwood und die Sex Pistols, an Hedi Slimane. Oder aber in einem besonders glücklichen Fall an die Modenschau, die wir neulich erst gesehen haben und direkt haben wir die Melodie, den Bass im Ohr, der aus den Lautsprechern tönte, als wir gebannt den Models auf dem Laufsteg zusahen und uns ganz in der gezeigten Kollektion verloren.

Die Musikauswahl einer Modenschau kann leider auch schief gehen – so wünschte sich Ungaro einmal, dass der große Soundstylist und DJ Michel Gaubert in dem Moment, in dem er den Laufsteg betritt “Rebel Yell” von Billy Idol spiele. Suzy Menkes schrieb daraufhin: “Ungaro ist kein Rebell“. Vielleicht wird unterschätzt, welche Aussagekraft Musik bei einer Modenschau hat, vielleicht ist es richtig und wichtig sich stärker an der Persönlichkeit, die hinter der Marke steht, zu orientieren.

Chanel klingt natürlich ganz anders als Chloé, Jil Sander oder Dior.

Auf die Berliner Modewoche der vorvergangenen Woche bezogen heißt das, mongrels in common klingt anders als Hien Le, Strenesse Blue oder Perret Schaad. Vier Labels, bei denen ich die Musikauswahl für ihre Shows für den Sommer 2012 mehr als geglückt finde.

1. mongrels in common

Christine Pluess und Livia Ximénez-Carillo, die beiden Designerinnen hinter mongrels in common, entschieden sich für folgende Tracks:

Björk – “Violently Happy”
Björk – “There’s more to life than this”
Goldfrap – “White Horse”
Yeah Yeah Yeah´s – “Black Tongue”

2. Hien Le

Der gefeierte Newcomer Hien Le wählte für die Präsentation seiner minimalistischen und auf das Wesentliche reduzierte Kollektion folgende Musik:

Metronomy – “The Look”
Fleetwood Mac – “Dreams”
Fleetwood Mac – “Rihannon”
Metronomy – “The Bay”
 

3. Strenesse Blue

DJ Hugo Capablanca wählte für die Show von Strenesse Blue folgende Musik:

Ceremony Intro by Capablanca (Doors vs. Time & Space)
Van Morrison – “I’ve been working” (Street Choir Edit, re-cut by Capablanca)
Roxy Music – “Love is the Drug” (Capablanca re-edit)
Beach Boys – “God Only Knows” (Aeroplane remix)
Holger Czukay – “Ode to Perfume”
Sine – “Just Let Me Do My Thing”
(Finale): Eno – “Baby’s on Fire”

4. Perret Schaad

Johanna Perret und Tutia Schaad schickten ihre Kleider mit dieser Musik über den Laufsteg:

Wildbirds & Peacedrums – “Fight for me”
The Bees – “Winterrose” (jaar remix)
When saints go machine – “You or the gang”

 

Welcher Designer gewinnt in Euren Augen und Ohren – wer hat die passendste Musik? Die passenden Musikvideos sind übrigens mit jedem Titel verlinkt.

alle Fotos PR
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5 Kommentare

  1. Tom sagt

    Toller Beitrag! Besonders schön sicht- und hörbar, wie die Künste Hand in Hand – gut überlegt und konstruiert – eine interessante Symbiose eingehen! Danke für den schönen Post! (:

  2. Cooler Post! Ich finds immer sehr interessant wie manche Stücke enorm gewinnen einfach dadurch dass sie bei so einem Event im Hintergrund laufen. Der Beach Boys Remix rockt : D

  3. helen sagt

    Ich finde die Setlist von mongrels in common am Besten. Und die Kollektion ist einfach wahnsinnig schön…

  4. Ach wie cool! Ich saß auch da mit meinem Shazam aber habe nicht alles nachgucken können. Catwalk-Sound ist echt toll! Love the article!

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