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Der in Berlin geborene Fotograf Erwin Blumenfeld (1897-1969) zählt in den 1940er und 1950er Jahren zu einem der weltweit gefragtesten Porträt- und Modefotografen. Aufgrund seiner ideenreichen und eigenwilligen Bildschöpfungen wird er von den führenden amerikanischen Magazinen wie Vogue, Harper’s Bazaar, Life und Look engagiert. Das Museum Folkwang in Essen widmet dem Virtuosen nun unter dem Titel “Blumenfeld Studio” eine umfangreiche Ausstellung mit Fokus auf bisher unbekannte Originalaufnahmen aus seinem Atelier am 222 Central Park South in New York City. Nach seiner Flucht in die USA im Jahr 1941 verschreibt sich der künstlerische Avantgardist und experimentierfreudige Fotograf Erwin Blumenfeld ganz der Auftragsfotografie im Studio. Kleider, Kosmetikprodukte und modische Accessoires stehen im Mittelpunkt seiner Inszenierungen, die zum einem den Vorgaben der Art Directors der Magazine, zum anderen den technischen Erfordernissen von Lichteffekten, Make-Up und Requisiten zu entsprechen haben. Doch trotz dieser Einschränkungen bleibt Blumenfeld stets erfindungsreich, arbeitet mit Anschnitten, Mehrfachbelichtungen, Farbfiltern, Folien

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Das erste Mal hörte ich 2008 von “Bikram Yoga”; eine Berliner Berkannte berichtete damals fast exzessiv auf Facebook von ihrer neuen Leidenschaft. Was ich zunächst für eine Variante des Entspannungs-Yogas hielt, und für mich als “Sport” kategorisch ausschloss, stellte sich bei einem nächsten Berlinbesuch als ziemlich sportliche und schwitzige Form des Yogas heraus, denn in einer Bikram Yoga Klasse werden die 26 verschiedenen Yoga-Haltungen in auf 35 bis 40 Grad aufgeheizten Räumen 90 Minuten lang durchgeturnt. Also, nichts für kurzatmige Menschen, die keine Lust am Verbiegen und Kräfte auspowern haben. Nach und nach hatte ich das Gefühl sämtliche Berliner Freund- und Bekanntschaften würden zum Bikram Yoga pilgern und gemeinsam ihrem neuen Lieblingssport fröhnen. Blöd für mich, denn in Essen, Düsseldorf oder Köln sollte es die nächsten Jahre kein Bikram Yoga Studio geben. Ich redete mir meine Laufrunden schön und die heiße Yoga Variante als “meine” Sportart, denn dafür hielt ich

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Mein März war wunderschön und reise- und erlebnisreich. Einige Fotomomente habe ich mich mit meinem Lieblings-iPhon-Aapp instagr.am festgehalten. Seid Ihr auch schon vom Fotovirus gepackt und habt instagr.am auf Eurem iPhone und teilt täglich Eure Bilder? Dann freue ich mich auf Euren Username hier in den Kommentaren, meiner lautet corirose.

In Zeiten, in denen neue Modekollektionen, wie die heutige Burberry Prorsum Autumn/Winter 2011 Womenswear Runwayshow auf der London Fashion Week, live im Internet übertragen werden, sollte man nicht denken, dass so etwas im Theater nicht möglich wäre. So hat die Digital concert hall der Berliner Philharmoniker längst gezeigt, dass es falsch ist mit einem Konzert- oder Opernbesuch etwas Angestaubtes zu assoziieren. Vergangene Woche berichtete ich erst über die die choreographische Arbeit von Benjamin Millepied am Theater Dortmund für den dreiteiligen Ballettabend “Körper.tanzen.Formen” (Premiere: 26.03.2011).  Wie eine Probe dafür aussehen kann, zeigt dieses Video: Benjamin Millepied leitet die Probe über Skype in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Jason Fowler, Ballettmeister am New York City Ballet. Und da soll noch einmal sagen die Theatermacher hätten keine Ahnung von Web2.0.

Darren Aronofskys Black Swan ist in aller Munde, viele junge, vielleicht auch nicht mehr ganz so junge Frauen träumen nach dem Kinobesuch davon in den Ballettstunden in der Kindheit etwas mehr Disziplin besessen zu haben, um jetzt auch als Mitglied der ABT Company das Schwanenmädchen tanzen zu können.  Zu unseren Ballerinas und pudertönigen Kleidern greifen wir im Frühjahr mit Freude, weil Natalie darin doch auch so hinreißend aussah. Auch die Designer schweben auf dieser Ballettinspirationswolke – bei Chanel sah man schwarze und weiße Federkleider, Chloé zeigte hauchzarte, roséfarbene Chiffonröcke und Oscar de la Renta präsentierte opulente Kleider mit ausladenden Röcken in jungfräulichem Weiß und bitterbösen Schwarz. Der Choreograph Benjamin Millepied am Theater Dortmund Die Choreografie für den Psychothriller der uns nachhaltig so bewegt hat, stammt von Benjamin Millepied, der mit Natalie Portman inzwischen verlobt ist und ein gemeinsames Kind erwartet. Für das Ballett Dortmund erarbeitet Benjamin Millepied zurzeit eine neue Choreografie,

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Im Salzlager, dem größten Gebäude auf dem Welterbe Zeche Zollverein in Essen, zeigt Dmitry Krymov im Rahmen des Festivals “Theater der Welt” nun Opus No. 7, eine rauschhafte Mischung aus Schauspiel, Musik, Sprache und Bildern.  Dmitry Krymov ist Maler, Grafikdesigner, Bühnenbildner und Regisseur. Opus No. 7 entstand in seinem Labor an der von Anatoli Vasiliev gegründeten Russischen Theaterakademie gemeinsam mit den Studierenden.Der erste Teil des Doppelabends, Genealogie, nähert sich behutsam dem Holocaust in Osteuropa. Sänger werden zu Schauspielern und zu Malern, tragen Minuten später weiße Flächen durch den endlosen Raum, auf die die Gesichter der Ermordeten projiziert werden. An die Wand gemalte Bilder orthodoxer Juden verwandeln sich in Papier und Rauch speiende Schlote. Anklänge an ein Requiem fliegen durch die verlassene Lagerhalle, um sich in fassungslos gestotterten Gesang aufzulösen.Im zweiten Teil des Abends stehen Dmitri Schostakowitsch und sein zwiespältiges Verhältnis zum Staat im Mittelpunkt. Eine riesige Marionette trägt den russischen

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